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04.02.2011

Wachsende Bürokratie schreckt Ehrenamt ab

FREITAG,04. FEBRUAR 2011 Darmstädter Echo Seite 21

Wachsende Bürokratie schreckt Ehrenamt ab Diskussion - Bundestagsabgeordnete Zypries spricht in Pfungstadt mit Vereinsvertretern PFUNGSTADT. Zu einem Eh-renamtsabend hatte die SPD-Bundestagsabgeordnete Brigitte Zypries Ehrenamtliche und Vereinsvertreter ja die Pfungstädter Säulenhalle geladen. Mit 120 Gästen war der Zuspruch groß. Die Helfer vom SPD-Ortsverein Pfungstadt hälren alle Hände voll zu tun. In ihrer Begrüßung wies Zypries auf die hohe Zahl von 23 Millionen Ehrenamtlichen in Deutschland hin - bei steigender Tendenz. Sie leisteten jährlich etwa 6,4 Milliarden Stunden Ar-beit im Gegenwert von 35 Milliarden Euro, „Dafür müssten 3,2 Millionen Menschen in Vollzeit eingestellt werden", machte sie deutlich. Im Landkreis seien 40 bis 5O Prozent mehr Menschen im Ehrenamt tätig als im Durchschnitt. Insgesamt gebe es in Pfungstadt rund 12 000 Vereinsmitglieder. Die Ehrenamtlichen deckten in Sport, Kinder- und Jugendarbeit, in Kirchen oder auf dem Gesundheitssektor viele Aufgaben ab, die der Staat nicht oder nicht mehr wahrnehme. Bürgermeister Horst Baier sprach für die Pfungstädter Bürgerstiftung Claudia Voss für die Alkohol-Sucht-Selbsthilfe (ASS) und Jörg Berbalk für den Verein Sichere Zukunft für Kinder (Sizuki). Sie gaben einen Einblick in ihre Tätigkeit und die Erfolge. Berbalk sprach, ein hängendes Problem an. .Die zunehmende Bürokratie, etwa durch Finanz- oder Bauämter wirkt eher abschreckend", gestand er. Reinhard Ahlheim, Vorsitzender des Partner- schaftsvereins Pfungstadt, verwies darauf, dass EU-Fördertöpfe für internationale Begegnungen durch die Brüsseler Bürokratie für Ehrenamtliche nur schwer zu erreichen seien. Der Bund sollte bei der EU auf Abhilfe drängen. Zu| diesem Thema sagte Zypries ihre Unter-stützung zu. Weitere Themen wie Spenden, steuerfreies Entgelt im Ehrenamt und die Aas- und Weiter-bildung ehrenamtlicher Fach-kräfte wurden ebenfalls ange-sprochen. Auch das Thema von Freistellungen und Sonderurlaub wurde diskutiert. Zypries will für mehr Transparenz für Vereine und Ehrenamtliche durch den Aufbau einer Internet-Plattform sorgen. „Der Gesprächsbedarf zum Thema wurde bei diesem Ehrenamts-abend deutlich", fassten Teilnehmer ihre Eindrücke zusammen, steWie lange wollen wir uns noch wie Ochsen am Nasenring vorführen lassen? Warum wir diese Arbeit nicht entsprechend gewürdigt... im Gegenteil, man will auch noch die ohnehin schon geringe Aufwandsentschädigung auch noch anrechnen, auf Bafög, Renten, ALG 1 und ALG 2! Geht's noch? Und wenn all diese Menschen streiken würden... was dann?

Liebe Nation... wo bleibt Euer Aufschrei?

Rückschau: Strom ohne Atom (SWR)

Wie wir den Ausstieg schaffen.                       Sendetermin Mittwoch, 8. Juni 2011, 23.30 Uhr im Ersten

Windräder in der Modell-Region Harz (Bild: SWR/H. Michel)lupe Das Projekt im Harz gilt als Vorbild für die Zukunft mit erneuerbaren Energien. So viel Energie steckte noch nie in der Diskussion um die Zukunft. Die Frage ist nicht mehr, ob wir die Atomkraftwerke abschalten können, sondern wie und wie schnell. 2022, 2020? Oder gar 2015, wie Gutachten renommierter Experten nahelegen.
Strom-Tankstelle (Bild: SWR/H. Michel)lupe Kann Deutschland schon ab 2015 ganz ohne Atomstrom auskommen? Prof. Olav Hohmeyer vom Zentrum für nachhaltige Energiesysteme in Flensburg ist sicher, dass bereits ab Anfang 2015 Deutschland zu jedem Zeitpunkt ohne Atomstrom versorgt werden kann, auch ohne Zukäufe aus dem Ausland. Es gebe keine regionalen Versorgungs-engpässe und auch zu Zeiten der Jahreshöchstlast – meist einem Abend im Dezember – ist Strom für jeden Verbraucher in Deutschland gewährleistet. Die Kosten? Das Abschalten aller Atomkraftwerke in Deutschland wird den Durchschnitts-haushalt allenfalls um einige Euro im Monat belasten.
Dardesheim in Sachsen-Anhalt (Bild: SWR/H. Michel)lupeDardesheim bezeichnet sich selbst als "Stadt der erneuerbaren Energien". Für einen Zeitraum werden wir Kohle- und Gaskraftwerke vermehrt nutzen müssen, mit erhöhtem CO2-Ausstoß für einige Jahre. Danach wird die Klimabilanz aber wesentlich besser aussehen, als die Politik sie bisher geplant hat. Deutschland könnte spätestens 2050 seinen Strom komplett regenerativ herstellen. Mit politischer und gesellschaftlicher Bereitschaft ist dieses Ziel aber schon wesentlich früher zu erreichen.
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